Asienreise 2010/11, Blog, Ladakh

Ankunft in Leh/Ladakh

Inzwischen sind wir bereits ueber eine Woche in Leh und konnten uns soweit an die Hoehe akklimatisieren. Die Lebensweisheit „Eile mit Weile“ wird in dieser Hoehe zum Lebensmotto! :o) In der Stadt kann man sich aber auch ohne Trekking problemlos verweilen. Zum Beispiel hat es an jeder Ecke ein Restaurant, wo man sich kulinarisch verwoehnen lassen kann. Und das Beste: das Ganze ist extrem preisguenstig . Ein Abendessen fuer uns beide kostet ca. 6.-. Somit lassen wir es uns hier richtig gut gehen und probieren alle Gerichte quer durch die Menuekarte.

Natuerlich sitzten wir nicht nur tatenlos herum. Wir haben auch bereits unsere ersten Trekking-Erfahrungen gesammelt. Es war ein Homestay-Trek, was bedeutet, dass wir jeweils bei einheimischen Familien uebernachten durften. Dies gab uns die Moeglichkeit mehr ueber die ladakhische Kultur und Lebensart zu lernen. Fuer uns eine sehr spannende Erfahrung. Die Gastfeundschaft der Ladakhis ist wirklich unbeschreiblich. So wurden wir zum Beispiel unterwegs zum Tee eingeladen oder immer wieder in kurze Konversationen verwickelt. Die Gespraeche waren jedes Mal eine kleine Herausforderung fuer uns. Doch mit Haenden, Fuessen und vor allem viel Gelaechter fanden wir immer heraus, was die Leute wissen oder sagen wollten.

Die Schaeden des Unwetters vom 6. August waren auch auf dem Trek immer wieder ersichtlich. Fast in jedem Dorf wurden einige Hauser und Bruecken weggespuehlt. Die Aufraeumarbeiten laufen jedoch auf Hochtouren. Die indische Armee, welche in Ladakh sehr present ist, hilft tatkraeftlig mit und somit sind die meisten Hauptverkehrstrassen bereits wieder befahrbar. Mit den Trekkingrouten sieht es jedoch etwas anders aus. Das Problem ist, dass die Dorfbewohner mitten in der Erntezeit stehen und deshalb keine Zeit haben Bruecken zu bauen und die Regierung intessiert sich leider nicht fuer die kleinen Verbindungswege… Wir haben jedoch trotzdem einen Weg gefunden die Landschaft zu erkunden. So starten wir am Samstag erneut zu einem Trek (12 – 16 Tagen). Diesmal mit Lastpferden, Guide und Koch. Ein bischen Luxus muss ja schliesslich auch sein. :o)

Leider ist ein Grossteil der Touristen nicht bereit ihre Reiseplaene flexibel auf die Situation anzupassen und reisen mehr oder weniger ueberstuerzt aus Leh ab, bzw reisen erst gar nicht nach Ladakh. So kaempft Ladakh jetzt nicht nur mit den Schaeden des Unwetters sondern auch noch mit den fehlenden Einahmen der Touristen. Denn bis Ende Monat waere eigentlich noch Hochsaison gewesen… Um Ladakh mindestens ein wenig zu unterstuetzen, haben wir uns auch schon ein kleines Projekt ueberlegt. Weitere Informationen dazu folgen noch. Im Moment nur so viel: In diesem Jahr muesst ihr euch keine Gedanken ueber die Weihnachtsgeschenkidee machen. Dafuer sorgen wir… :o)