Trekking in Ladakh

Trekking in Ladakh

Visum
6 Monats Indien Touristvisa für 80CHF plus rund 40CHF Bearbeitungsgebühr problemlos erhältlich. Wer aus Indien ausreist kann für zwei Monate nicht mehr erneut einreisen!!! (Indien-Nepal-Sikkim ist z.B. nicht möglich)
Für die Grenzregion zu China sind Borderpermits nötig. Diese können für einige wenige Dollars bei Agenturen beantragt werden. (Stand 2010)

Reisezeit
Optimale Reisezeit ist im Sommer von Ende Juni bis Ende September. Ladakh ist zu einem grossen Teil vom Monsun geschützt.

Grundlegendes
Ladakh befindet sich im indischen Himalaya und liegt zu einem grossen Teil auf über 3500 Meter. Ladakh wird nur in geringem Masse vom Monsun beieinflusst und erhält nur eine sehr geringe Regenmenge. Trekkingsaison ist daher im Sommer von Ende Juni bis Ende September. (z.B. in Nepal kann in dieser Zeit wegen des Monsuns fast nicht getrekkt werden) Jedoch sind die seltenen Gewitter eine grosse Gefahr für Menschen und Landschaft wie die Flut im August 2010 gezeigt hat.
Die Landschaft in Ladakh ist sehr wüstenähnlich und Vegetation wächst eigentlich nur in Flussnähe oder rund um Dörfer, wo die Bewohner Bewässerungssysteme angelegt haben. Die Schneegrenze liegt im Hochsommer bei rund 5500 bis 6000m, je nach Exposition.

Sprache
Indisch & Ladakhi, zudem ist Englisch weit verbreitet.

Anreise/Transport
Flug nach Dehli und von dort per Flugzeug (etwa 1 Stunde) oder Überland (2-3 Tage) nach Leh/Ladakh. Die Überlandfahrt kann nicht empfohlen werden. Sie führt über Pässe von über 5000m, die Strassen sind von schlechter Qualität und oft sind Teile der Strecke durch Erdrutsche gefährdet.
Beim direkten Flug nach Leh auf 3500m müssen 3-4 Tage zur Akklimatisation eingeplant werden.

Geld
In Leh kann von den ATM’s pro Bezug nur rund 200 USD bezogen werden, zudem sind sie oft ausser Betrieb. Es lohnt sich Bargeld in USD mitzubringen falls man grössere Auslagen wie organisierte Trekking o.ä. plant.

Preisbeispiele (Stand 2010):
Doppelzimmer etwa 5-15 $
Homestay mit Halbpension 18 $
Essen in einfachem Restaurant etwa 2-3$
1 Liter Mineralwasser 50 Cent
500km VIP-Busfahrt (Manali-Dehli) 20$
Eintrittspreise Sehenswürdigkeiten 1-2$
Taxi 100km 70 $ (Preiskartell)

Unterkunft
Grosses Unterkunftsangebot in Leh (Hauptstadt von Ladakh). Es gibt einige wenige Trekking welche sich ausschliesslich mit Homestay-Unterkünften machen lassen, der Grossteil der Trekkings bedingt aber ein eigenes Zelt.

Spezielle Ausrüstung
Möglichkeit zur Wasserentkeimung mitbringen.
Die meisten Trekkings werden mit Packpferden gemacht. Investitionen in ultraleichte Ausrüstung ist daher nicht nötig. Trekkingbekleidung kann günstig in Leh gekauft werden.

Spezifische Trekkinginformationen
In Ladakh existiert erst auf wenigen Trekkings ein Lodgesystem. Meist ist man deshalb auf Pferde angewiesen die das Gepäck tragen. Grundlegend gibt es drei Möglichkeiten.

Vollorganisierter Trek (lokal organisiert)
Kann vor Ort einfach organisiert werden, wenn man 3-4 Tage Zeit hat. (Man muss sich ja eh akklimatisieren) Kosten sind zwischen 40-60 USD pro Tag und Person. In diesen Kosten ist dann vom Transport über Koch, Guide, Helfer bis zur Ausrüstung (Schlafsack, Küchenmaterial, etc) alles inbegriffen.

Vollorganisierter Trek (in Europa organisiert)
Hier zahlt man pro Tag zwischen 100 bis 200 USD. Dafür hat man aber auch einen deutsch-sprechenden Guide und meist eine von A-Z durchorganisierte Reise. Auch haben diese Trekkingguides meist eine gute medizinische Ausbildung und Material wie Satellitentelefon, Sauerstoff und mobile Druckkammer für Notfälle dabei.

Horseman-Trekking
Die simpelste Variante ist es via eine Trekkingagentur einen Horseman anzuheuern. Dafür zahlt man rund 300 bis 400 IRP (5-9 USD) per Pferd/Esel, der Lohn des Pferdeführer ist darin inbegriffen. Wenn immer möglich Pferde anstelle von Eseln mieten. Esel sind langsam, tragen weniger und können wirklich verdammt störrisch sein ;-) Ein Esel trägt maximal 20-30kg und ein Pferd etwa 30-40kg. Meist muss man mindestens 3 Tiere mieten damit es sich für den Pferdeführer lohnt.
Kochen muss man bei dieser Variante selber und man muss auch bedenken dass die Englischkenntnisse eines Horseman meist sehr bescheiden sind. Daher unbedingt die genaue Route, Lohn, etc vorher mit der Agentur besprechen.

Wichtig
Die Agenturen sind bezüglich der Höhenkrankheit-Problematik nicht genug sensibilisiert, und oft werden zu grosse Schlafhöhen-Schritte geplant. Daher selber mit einer guten Karte die Etappen planen/kontrollieren.
Ohne Guide sollte man sich nur auf Treks begeben deren Routenverlauf sehr klar ist, bzw. von welchen man gutes Führermaterial (Krokis) hat. Die existierenden Karten von Ladakh sind ungenügend für die Detail-Orientierung im Gelände.

Infos/Links

Bester Trekkingfüher ist der “Trekking in Ladakh” von Trailblazer in Englisch. Obwohl schon ein wenig veraltet sind die Krokis und Informationen die Besten auf dem Markt.
Der Lonely Planet “Trekking in the Indian Himalaya” ist nicht wirklich zu empfehlen, da sehr oberflächlich.
Die besten Karten sind vom Olizane Verlag (von Genf) erhältlich. Nicht ganz günstig, aber im Massstab 1:150000 sind sie die genausten und haben korrekte Höheninformationen.
Es lohnt sich genaue und aktuelle Infos einzuholen wie weit der Strassenbau im entsprechenden Trekkinggebiet im Moment fortgeschritten ist. Einige Treks werden in nächster Zeit nicht mehr lohnend sein wenn sie von Fahrzeugen befahren werden können. (z.B. Zanskar)

Fazit
Wir sind total unwissend drei Tage nach einem verheerenden Unwetter in Leh gelandet. Daher war die Situation sicher speziell und nicht unbedingt mit anderen Jahren vergleichbar. Als „Vorteil“ dieser Saison kann vielleicht genannt werden dass sehr wenige Leute unterwegs waren und wir die Trekkinggebiete fast für uns hatten.
Ladakh und Zanskar hat uns auf jedenfall sehr gefallen. Das ganze Trekkingbusiness ist zum Glück noch nicht auf dem Niveau von Nepal. Ebenso sind die Massen an Trekker noch eher begrenzt.

Einige Trekkings wären übrigens auf per Bike lohnenswert. Infos im Web vorhanden…

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